Schlipsparade – Leitbild

  • Ehrenwerte Männergesellschaft innerhalb des MTV Treubund, die sich einmal jährlich, genau am 25.12., aus freien Stücken zusammenfindet
  • Selbstbewusste Schlipsträger zu diesem Ereignis
  • Kritische Begleiter des gesamten Vereinsgeschehens
  • Rat- und Ideengeber aus eigenem Antrieb gegenüber dem Verein
  • Nicht aus Aufschneider, sondern als Abschneider
  • Schlips (ndt.) eine zur Herrenkleidung zählende Krawatte (frz. cravate – „Kroatenhalstuch“). Der Schlips ist ein Selbstbinder, der als Langbinder – im Gegensatz zum Querbinder – vorn im Knoten unter Beachtung verschiedener Knotenformen Verwendung findet. Andere Begriffe: Kulturstrick, Kulturstrippe o.ä.
  • Parade nicht die Aufstellung mit anschließendem Vorbeimarsch einer Truppe mit Musik vor höheren Vorgesetzten o.ä., sondern die Präsentation von ausgeschlafenen Männern, die aus familienkollegialen oder ähnlichen Gründen und nicht ohne Eigennutz für gut 2 Stunden freie Entfaltungsmöglichkeiten gewähren
  • Schlipsparade die jährlich traditionell am 1. Weihnachtstag von präzise 10.00-12.00 Uhr ohne weiblichen Zutritt stattfindende ehrenwerte Männergesellschaft des MTV Treubund
  • Ehrenwert die von anderen uns entgegengebrachte Achtung bzw. unsere eigene Selbstachtung
  • Männergesellschaft eine gleichgeschlechtliche Sozialstruktur von Männern, die zu bestimmten Zeiten zusammentritt und nach selbstbestimmten Ritualen funktioniert und handelt
  • Ehrenwerte Männergesellschaft eine einflussreiche Zusammenkunft von Männern, die weder terroristische Ziele verfolgt, noch als Geheimbund im Sinne von Mafia oder Ku-Klux-Klan zu verstehen ist
  • Das Recht, dem MTV Treubund konstruktive Vorschläge zum Wohle seiner weiteren Entwicklung zu machen
  • Ordnung und Pünktlichkeit, deren Einhaltung gegebenenfalls durch unkonventionelle Strafen gesichert werden können
  • Das musikalisch einfühlsame Absingen von Weihnachtsliedern im Marschtakt
  • Spontanen, derben, aber nicht persönlich verletzenden Männerhumor
  • Die systematische und sorgfältig selektive Vermehrung solcher textiler Stummel, die sich nach dem Abschnitt eines Selbstbinders in Langform, genannt Schlips, als rudimentärer Restbestand am Hals des jeweiligen männlichen Opfers zuweilen nur äußerst mühsam wiederfinden lässt
  • Die sorgfältige Dokumentation und Präsentation der textilen Trophäen, die nach dem erfolgten Abschnitt des Selbstbinders in Langform sein loses Bestandteil darstellen

Gründung und Beginn der Schlipsparade sind nicht nachweislich belegt. Fest steht aber, dass diese Männersitte in beiden Ursprungsvereinen des MTV Treubund gepflegt worden ist.
Der Chronist des Treubund, Arnold Brusch, vermutete, dass die erste Schlipsparade „… möglicherweise bereits Weihnachten 1946, spätestens aber Weihnachten 1947 die erste Schlipsparade des Treubundes …“ durchgeführt worden ist.
Die Chronik der Schlipsparade des MTV Treubund berichtet, dass 1956 dem langjährigen Sprecher des MTV, Heinrich Thiede, der Schlips abgeschnitten worden ist.
Somit darf angenommen werden, dass der Ursprung der Schlipsparade des Vereins beim Treubund gelegen hat. Beide Vereine haben diese Veranstaltung regelmäßig bis zur Fusion durchgeführt, die dann ab 1972 vom MTV Treubund bis zum heutigen Tage fortgeführt worden ist.

Rituale der Schlipsparade

Über die Rituale im Treubund berichtet Arnold Brusch, dass keine Anwesenheitslisten oder andere Aufzeichnungen angefertigt worden sind. Es war aber üblich, dass sich die Männer, vorwiegend Handballer und Turner, am 1. Weihnachtstag von 10-00-12.00 Uhr in der Vereinsgaststätte, Neue Sülze 9, trafen.
Allen Erschienen wurde der Schlips abgeschnitten und damit die Versammlungsstätte geschmückt.
Im Gegensatz dazu wurde beim MTV jeweils nur ein einziger Schlips abgeschnitten, gewissermaßen als eine Auszeichnung für den Träger. Solange die MTV-Halle existierte, fanden die Treffen im sog. Kleinen Saal statt, zur gleichen Zeit wie beim Treubund.
Seit der Fusion beider Vereine zum MTV Treubund wurde diese Tradition ohne Unterbrechung fortgesetzt. Termin: 1. Weihnachtstag von 10.00-12.00 Uhr. Allerdings wurde fortan lediglich ein Schlips abgeschnitten und diente dann, gemeinsam mit seinen „Vorgängern“ der Ausschmückung der Tagungsstätte. Über die davon betroffenen Personen wird gewissenhaft eine Fotochronik geführt.
Einen Ehrenschlips erhält, wer zehnmal an der Schlipsparade teilgenommen hat. Sein Träger ist verpflichtet, ihn bei allen offiziellen Veranstaltungen des Vereins zu tragen. Bei Nichteinhalten dieser Verpflichtung drohen Sanktionen. Sanktionen drohen aber auch bei unpünktlichem Erscheinen.
Die Leitung der Schlipsparade übernimmt eine Art Sprecher, der den Inhalt und den Ablauf in locker-humorvoller Art bestimmt. Zu den unverzichtbaren Inhalten gehören das Singen von Weihnachtsliedern, Information und Diskussion zu aktuellen vereinspolitischen Themen, das Sammeln von Spenden und die Festlegung ihrer Verwendung sowie das Erzählen von nicht immer stubenreinen Witzen.
… das Recht, dem MTV Treubund konstruktive Vorschläge zum Wohle seiner weiteren Entwicklung zu machen:
… Ordnung und Pünktlichkeit, deren Einhaltung gegebenenfalls durch unkonventionelle Strafen gesichert werden können;
… das musikalisch einfühlsame Absingen von Weihnachtsliedern im Marschtakt;
… spontanen, derben, aber nicht persönlich verletzenden Männerhumor;
… die systematische und sorgfältig selektive Vermehrung solcher textiler Stummel, die sich nach dem Abschnitt eines Selbstbinders in Langform, genannt Schlips, als rudimentärer Restbestand am Hals des jeweiligen männlichen Opfers zuweilen nur äußerst mühsam wiederfinden lässt;
… die sorgfältige Dokumentation und Präsentation der textilen Trophäen, die nach dem erfolgten Abschnitt des Selbstbinders in Langform sein loses Bestandteil darstellen.

Geschichte der Schlipsparade

Gründung und Beginn der Schlipsparade sind nicht nachweislich belegt. Fest steht aber, dass diese Männersitte in beiden Ursprungsvereinen des MTV Treubund gepflegt worden ist.
Der Chronist des Treubund, Arnold Brusch, vermutete, dass die erste Schlipsparade „… möglicherweise bereits Weihnachten 1946, spätestens aber Weihnachten 1947 die erste Schlipsparade des Treubundes …“ durchgeführt worden ist.
Die Chronik der Schlipsparade des MTV Treubund berichtet, dass 1956 dem langjährigen Sprecher des MTV, Heinrich Thiede, der Schlips abgeschnitten worden ist.
Somit darf angenommen werden, dass der Ursprung der Schlipsparade des Vereins beim Treubund gelegen hat. Beide Vereine haben diese Veranstaltung regelmäßig bis zur Fusion durchgeführt, die dann ab 1972 vom MTV Treubund bis zum heutigen Tage fortgeführt worden ist.
Rituale der Schlipsparade
Über die Rituale im Treubund berichtet Arnold Brusch, dass keine Anwesenheitslisten oder andere Aufzeichnungen angefertigt worden sind. Es war aber üblich, dass sich die Männer, vorwiegend Handballer und Turner, am 1. Weihnachtstag von 10-00-12.00 Uhr in der Vereinsgaststätte, Neue Sülze 9, trafen.
Allen Erschienen wurde der Schlips abgeschnitten und damit die Versammlungsstätte geschmückt.
Im Gegensatz dazu wurde beim MTV jeweils nur ein einziger Schlips abgeschnitten, gewissermaßen als eine Auszeichnung für den Träger. Solange die MTV-Halle existierte, fanden die Treffen im sog. Kleinen Saal statt, zur gleichen Zeit wie beim Treubund.
Seit der Fusion beider Vereine zum MTV Treubund wurde diese Tradition ohne Unterbrechung fortgesetzt. Termin: 1. Weihnachtstag von 10.00-12.00 Uhr. Allerdings wurde fortan lediglich ein Schlips abgeschnitten und diente dann, gemeinsam mit seinen „Vorgängern“ der Ausschmückung der Tagungsstätte. Über die davon betroffenen Personen wird gewissenhaft eine Fotochronik geführt.
Einen Ehrenschlips erhält, wer zehnmal an der Schlipsparade teilgenommen hat. Sein Träger ist verpflichtet, ihn bei allen offiziellen Veranstaltungen des Vereins zu tragen. Bei Nichteinhalten dieser Verpflichtung drohen Sanktionen. Sanktionen drohen aber auch bei unpünktlichem Erscheinen.
Die Leitung der Schlipsparade übernimmt eine Art Sprecher, der den Inhalt und den Ablauf in locker-humorvoller Art bestimmt. Zu den unverzichtbaren Inhalten gehören das Singen von Weihnachtsliedern, Information und Diskussion zu aktuellen vereinspolitischen Themen, das Sammeln von Spenden und die Festlegung ihrer Verwendung sowie das Erzählen von nicht immer stubenreinen Witzen.